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«Speed is the Name of the Game – auch in der Schweiz»
DatumMittwoch, 2. Juli 2014
Zeit18:15 Uhr bis 20:15 Uhr
OrtBern, Restaurant Zunft zu Webern, Gerechtigkeitsgasse 68, 1. Stock
OrtsbeschreibungMit dem Bus Nr. 12 ab Bahnhof bis Haltestelle Rathaus (unter Baldachin, Perronkante A) oder 15 Minuten zu Fuss. 
Titel

1.)  Die komparativen Stärken und Schwächen des öffentlichen Verkehrs

2.)  Einfluss der Siedlungsentwicklung und des ÖV-Angebotes auf die Verkehrsnachfrage

Referenten

1.)  Ulrich Weidmann studierte Bauingenieurwesen an der ETH Zürich und promovierte dort 2004 im Bereich des öffentlichen Verkehrs. Zwischen 1994 und 2004 war er bei der SBB tätig, bis Ende 2000 im Bereich des Regionalverkehrs, anschliessend als Leiter Engineering Bahnsystem der Division Infrastruktur. 2004 wurde er zum Professor für Verkehrssysteme an der ETH Zürich berufen, mit den Forschungsschwerpunkten Verkehrssystementwurf, Systembetrieb, Gütertransport, Fahrbahntechnologie und Fussgängerverkehr. Seit 2013 ist er zudem Departementsvorsteher.

2.)  Milenko Vrtic studierte Verkehrsingenieurswesen an der Universität Sarajevo und promovierte 2004 zum Dr.-Ing. an der TU Dresden. Seit 2006 ist er Geschäftsführer und Eigentümer der TransOptima GmbH. Ausserdem ist er Lehrbeauftragter am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme (IVT) an der ETH Zürich. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Projektleiter im Bereich Verkehr für die Prognos AG in Basel. 

Themenbeschreibungen

1.)  Die dominierende Form des öffentlichen Verkehrs ist der Linienverkehr, mit seiner Diskretisierung des Angebots in Raum und Zeit. Gegenüber dem Individualverkehr leiten sich daraus verschiedene komparative Schwächen ab. Eine der komparativen Stärken kann aber die Geschwindigkeit sein.

Der Vortrag geht von einer kurzen Analyse der komparativen Stärken und Schwächen aus. Die Geschwindigkeit wird als eine wesentliche Stärke identifiziert. In der aktuellen Verkehrspolitik erscheint eine Geschwindigkeitssteigerung des öffentlichen Verkehrs ausdrücklich gerade nicht als Zielsetzung. In der Realität wurde der öffentliche Verkehr in den letzten Jahrzehnten oft sogar langsamer. Es wird als Gegenthese aufgezeigt, welches Geschwindigkeitspotential der öffentliche Verkehr in verschiedenen Märkten hätte und weshalb dessen Ausschöpfung für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz relevant ist. Dies wird anhand von drei Fallbeispielen illustriert.

2.)  Teil des umfassenden Grundlagenprojektes «Abstimmung Siedlung und Verkehr» des Schweizer Bundesamts für Raumentwicklung (ARE) sind die beiden Arbeitspakete «Einfluss der Siedlungsentwicklung auf die Verkehrsentwicklung» und «Einfluss des ÖV-Verkehrsangebots auf die Verkehrsentwicklung», deren Ergebnisse in diesem Vortrag zusammengefasst werden. Ziel der Projekte war die Berechnung und Analyse der Nachfragewirkungen von unterschiedlichen Siedlungs- und Angebotsentwicklungen.

Es wurden räumlich differenzierte Varianten der Siedlungsentwicklung entworfen und Szenarien zur Entwicklung von Einwohnern, Arbeitsplätzen und Erwerbstätigen erstellt und Modellberechnungen zur deren Wirkung auf die Verkehrsentwicklung durchgeführt. Um strategische Aussagen zu den raumplanerischen Auswirkungen von Angebotsveränderungen im öffentlichen Verkehr (ÖV) vornehmen zu können, wurden entsprechende Sensitivitätsberechnungen durchgeführt. Diese Angebotsveränderungen beziehen sich auf Reisezeitverkürzungen, Taktverdichtungen und Verkürzungen der Zugangszeiten zu den Haltestellen.

Unterlagen

Flyer

Anmeldung

Eine Anmeldung zum Anlass ist kostenlos.
Für die Teilnahme am anschliessenden Nachtessen ist eine Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 25. Juni 2014 an Samuel Hinden erforderlich.

Dokumente

1.)  Präsentation Ulrich Weidmann

2.)  Präsentation Milenko Vrtic