Mobilität heute: Miteinander, Nebeneinander oder Gegeneinander?

Warum ist das Thema wichtig?

Einführung

Die Bevölkerung wächst, der demographische Wandel schreitet voran und die Mobilität nimmt zu. Als Gesellschaft stehen wir vor der kontinuierlichen Aufgabe, begrenzte Ressourcen - räumliche, ökologische, aber auch finanzielle - mehrheitsfähig und fachlich sinnvoll auf die verschiedenen Verkehrsträger und -mittel zu verteilen. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Mitwirkung und Mitsprache. Der Trend zur Individualisierung verstärkt sich, Positionen verhärten sich, und Meinungen scheinen zunehmend festgefahren, Debatten polarisieren und die Konsensfindung wird zunehmenden schwieriger. 

Das Raumplanungsgesetz des Bundes fordert eine Verdichtung der Siedlungsgebiete. Dies erhöht den Nutzungsdruck auf vorhandene Strassenräume, was zunehmend zu Konflikten führt. Der Wunsch nach getrennten und sicheren Infrastrukturen für alle Verkehrsmittel und für alle Anspruchsgruppen wächst insbesondere im urbanen Raum. Ein echtes „Nebeneinander“ ist aufgrund begrenzter Flächen und komplexer stadträumlicher und verkehrlicher Anforderungen oft nicht umsetzbar. Die vielgepriesene Koexistenz im Verkehr und gemischte Verkehrsflächen für verschiedene Verkehrsmittel scheinen an ihre Grenzen zu kommen. In der Praxis kommt es daher häufig zu einem „Gegeneinander“. Prioritäten müssen gesetzt und Kompromisse eingegangen werden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie es um die Mobilitätskultur in der Schweiz steht.

Auch bei der Verteilung finanzieller Mittel besteht dieser Konkurrenzdruck. Der UVEK-Bericht „Verkehr 45“ unterbreitet dem Parlament Vorschläge zur Verteilung von Milliardenbeträgen. Die Diskussion, welche Verkehrsträger und welche Verkehrsmittel in welchem Masse gefördert werden sollen, betrifft nicht nur die nationale Ebene, sondern auch Kantone und Gemeinden.

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die SVI das Thema Koexistenz vertieft und aus verschiedenen Perspektiven. Im Zentrum steht die Frage, welche Lösungen in welchen Situationen tragfähig sind, wo Potenziale und Grenzen von Koexistenz liegen – und wie ein gesellschaftlicher Konsens erreicht werden kann, ohne Partikularinteressen überzubewerten.

in Vorbereitung

Veranstaltungen

21. Oktober 2026: Startveranstaltung mit Podiumsdiskussion

17. November 2026: Stadtklima-Initiative Biel

18. November 2026: ÖV im Mischverkehr

Dezember 2026: Kommunale Mitwirkung in Romanshorn / Interessensabwägung aus Sicht Verwaltung und Politik

Januar 2027: Chapeau général, orientation sociologie-psychologie

März 2027: Tempo-30 auf Hauptstrasse / Interessensabwägung bei Strassenumgestaltungen

April 2027: Différence ville-périphérie dans la mise en place des mesures, leur portage, leur compréhension et acceptation

10. Juni 2027: Aufwertung von Quartierstrasse 

26. August 2027: Bahnhofstrasse Luzern: Herausforderungen in Begegnungszonen mit starkem Fuss- und Veloaufkommen

8. September 2027: Neubau Bahnhofplatz Amriswil

September 2027: Impact de la densification sur le besoin de séparation 

11. November 2027: Verkehrskultur, Verkehrsverhalten und Stress im Strassenverkehr

 

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